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Schlechte Qualität von Produkten der Firma KLS / Indestra

Ein Bericht über Fahrwerkskomponenten von KLS, die in einem Mercedes Sprinter 518 CDI eingebaut wurden.

Ich lege Wert auf eine sachliche, der Wahrheit entsprechender und nicht verunglimpfender Beschreibung der entstandenen Situation auch hinsichtlich der mangelnden Kundenorientierung. Daher sind die Stellungnahmen als “Gegendarstellung” von Herrn Dipl. Ing. Krause auch hier zu lesen.

Bernd Loewe

KLS Dipl.Ing. W.Krause GmbH
Motorenbau und Entwicklungsgesellschaft
Rayener Straße 106a
D-47509 Rheurdt/Schaephuysen
Telefon: +49 2845 37545
Telefax: +49 2845 37547

Vertretungsberechtigte Geschäftsführer: Wolfgang Krause, Gisbert Sujatta

Impressum aus: http://www.indestra.de

Xerromer-Feder und Reisemobilstoßdämpfer

Beide Luftfedern

Die Xerromer-Feder nach dem Ausbau durch KLS am 18. März 2010, eingebaut am 26. Juni 2008.

IMG_0005 Rost Xeromer

Starker Rostbefall nach ca. 20 Monaten Einsatz und unzureichende Befüllung

Gefüllt ist die Xerromer-Feder mit mit porösen Feststoff in einer s.g. netzwerkartigen Struktur, diese wird während einer Belastung zusammengedrückt und dehnt sich wieder aus. Im Neuzustand ergab sich ein durchaus zufriedenstellendes Fahrverhalten, das sich allerdings nach und nach verschlechterte. Daher erfolgte am 8. Mai 2009 eine Nachbesserung durch Nachbefüllung des Feststoffes. Vorübergehend stabilisierte sich das Fahrverhalten wieder.

Darüber hinaus war eine Halterung der linken Xerromer-Feder nicht korrekt befestigt. Eine nicht ausreichend angezogene Schraube verursachte deutliche Quietschgeräusche. Da die Ursache nicht sofort klar war, erfolgte eine aufwendige Fehlersuche durch MB Lueg in Bochum und anderen Kfz-Experten (Blattfedern wurden gefettet usw.). Das Geräusch war auf die unsachgemässe Montage durch KLS einer Halterung der Feder zurückzuführen. Das konnte im Rahmen einer aufwendigen Fehlersuche und Nachbesserung von KLS beseitigt werden. Eine Entschuldigung? Fehlanzeige. Die Übernahme der Fahrkosten und weiteren Kosten wurde abgelehnt.

Die KLS-Reisemobilstoßdämpfer mit Zug- und Druckstufe wurden am 30. September 2009 als defekt erkannt und von KLS ausgebaut. Ersatzdämpfer waren nicht vorhanden. Es wurden Interimsstoßdämpfer eingebaut. Erneute Anreise am 5. Oktober 2009, neue KLS-Reisemobilstoßdämpfer wurden eingebaut. Die Übernahme der Fahrkosten wurde wieder abgelehnt.

Anfang 2010 wurden die Xerromer-Federn wegen Nachlassen der Federwirkung erneut reklamiert. Im Oktober 2009 hatte Herr Krause von sich aus zugesagt, im Falle einer Verschlechterung konventionelle Luftfedern einzubauen. Durchgeführt wurde am 18. März 2010 der Austausch der Xerromer-Federn und der Einbau von konventionellen preiswerteren Luftfedern ohne einen Kostenausgleich. Diese Luftfedern wurden ohne ABE-Gutachten und TÜV-Abnahme eingebaut. Es wurde zwar eine Prüfung zugesagt, aber eine Antwort ist nicht erfolgt. Eine Bedienungsanleitung bzw. technische Unterlagen wurden auch auf Nachfrage nicht ausgehändigt.

Anhand der ausgebauten Xerromer-Federn wurde durch den Hersteller festgestellt, die Federn arbeiten angeblich im Rahmen der Toleranzen. Aber es wurde dennoch “empfohlen, die Beladung (Füllung) der Federn um 20% (!) zu erhöhen. Nicht die Xerromer-Feder wäre unzureichend, sondern das Reisemobil wäre zu schwer... Die Federn lagern jetzt bei KLS.

Hier dazu die m. E. etwas widersprüchlichen Ausführungen vom 27. März 2010 von KLS: Das Schreiben als PDF Es fehlten außerdem konkrete Vorschläge zur weiteren Vorgehensweise, die auch in einem Telefonat nicht gegeben wurden. (Also erneute Anreisekosten, Terminvorschlag, Rostproblem)

Denn der deutliche Rost scheuert an den Gummibälgen und würde aus meiner Sicht mittelfristig den Balg zerstören. Dazu wurde von Herrn Krause keine Stellungnahme abgegeben. Nachfragen diesbezüglich wurden nicht beantwortet.

Fahrkosten für vier Fahrten zu den Nachbesserungen: Für diese Kosten sieht § 439 II BGB ausdrücklich einen Erstattungsanspruch gegen dem Verkäufer vor. Dieser Anspruch wurde mehrfach mit der Bemerkung abgetan, ich solle doch die Kirche im Dorf lassen. Schließlich hätte ich einen hohen Nachlass bekommen. Was ein gewährter Nachlass mit Mängeln und gesetzlichen Ansprüchen bei Nachbesserungen zutun hat, erschliesst sich mir allerdings nicht.

Ich hatte allerdings aus Kulanz zunächst auf eine konsequente Durchsetzung verzichtet, da ich stets hoffte, mit jeder Nachbesserungen wären die Probleme gelöst. Insgesamt sind etwa 650 Kilometer Fahrten mit hohem Zeitaufwand für Fehlersuche und Reparaturen angefallen.

Beim Einbau der Luftfedern am 18. März 2010 wurde die Notwendigkeit eines Kompressors verneint: “Da müsse man doch nur maximal einmal im Jahr dran.” Angeblich war kein Kompressor vorrätig.

Auf der Homepage steht aber folgendes: “KLS-Luftfedern bilden die höchste Stufe der Komfortsteigerung. Eine Niveauregulierung des Fahrzeuges bei voller Beladung, sowie ein absenken des Fahrzeuges (auf unebenen Stellplätzen, zur Beladung uvm.) ist möglich.” 

Dort wird die Luftfeder nur mit einem Kompressor angeboten.

Trotz Nachfrage wurden 6,5 bar in der Luftfeder nach der Montage belassen. Dadurch wurde das Heck deutlich angehoben. Prompt streifte Zuhause das Gehäuse der Klimaanlage an die Blende des Carports. Der Hinweis darauf blieb unbeantwortet. Bis auf eine Ausnahme in einem Telefonat mit Herrn Krause: Er würde mir einen Kompressor zuschicken. Wie der eingebaut werden sollte und zu welchen Lasten blieb offen.

Carport

Da ich nicht mit einem Reisemobil fahren wollte, welches nicht TÜV-abgenommene Luftfedern eingebaut hat, habe ich nach einer angemessenen Fristsetzung die Kompetenten einschließlich der verrosteten KLS-Reisemobilstoßdämpfer vor Ort am 12. April 2010 ausbauen lassen. Kosten: 137,98 Euro. Da offenbarte sich erst recht deutlich der starke Rostbefall der Halterungen und der Stoßdämpfer.

Starker Rostbefall der Halterungen:

Halterungen Rost

Starker Rostbefall der durchaus stabilen Halterungen nach ca. 20 Monaten Einsatz, beginnend bereits nach kurzer Zeit. Im Rahmen einer anderen Nachbesserung wurden die Halterungen einmal halbherzig mit irgendwelchen Öl besprüht, was man gerade griffbereit hatte. 

Halterung Detail Rost

KLS-Reisemobilstoßdämpfer mit Zug- und Druckstufe

Stoßdämpfer Rost

Hochpreisige KLS-Reisemobilstoßdämpfer, eingebaut am 5. Oktober 2009 (wegen Austausch der defekten Stoßdämpfer, die am 26. Juni 2008 eingebaut wurden), zeigen nach nur rund 6 Monaten Einsatz starken Rostbefall.

Grundsätzliche Aussage zum Rost der Halterungen und der Stoßdämpfer von Herrn Krause: Das sind Fahrwerkkomponenten, die rosten nun mal.

Zwei Stoßdämpfer Rost groß

Starker Rostbefall nach rund 6 Monaten Einsatz

Stoßdämpfer Rost groß

Hier zum Vergleich ein Reisemobil mit Koni-Stoßdämpfern, die zum Zeitpunkt der Aufnahme 2006 knapp 4 Jahre eingebaut waren:

Koni 1

Dieses Bild zeigt die Hinterachse des Sprinters 518 am 12. Mai 2010 bei der Firma Goldschmitt:

Kein Rost am Fahrwerk

Zu sehen sind die (rostfreien) Original Stoßdämpfer von Mercedes, die als Interimslösung wieder eingebaut wurden. Das Fahrwerk präsentiert sich nach 2 1/2 Jahren Einsatz quasi ohne Rost. Um so unverständlicher ist es, dass die KLS-Stoßdämpfer nach so kurzer Zeit stark verrostet waren.

Nachrüstung KONI-Stoßdämpfer und verstärkter Stabilisator

Fazit

Neben der schlechten Qualität der gelieferten Produkte, ist eine unverständliche äußerst negative Kundenbehandlung zu verzeichnen. Die Nachbesserungstermine wurden stets mit grösserer Verzögerung vergeben. Auf Anrufe wegen der Reklamationen (Herr Krause hört nicht zu, erkennt keine Mängel an, lässt den Kunden nicht ausreden) wurde bisher nur einmal reagiert, oben als PDF zu lesen. Drei Briefe danach (30. März, 7. und 25. April) mit Lösungsvorschlägen und Fristvorgaben wurden nicht beantwortet.

In einem Telefonat hat sich Herr Krause auf seine Geschäftsbedingungen berufen, die auf der Rückseite der Rechnung abgedruckt wären. Er hat aber nicht gesagt, wo aus seiner Sicht die Geschäftsbedingungen einer Reklamation entgegenstehen. Außerdem irrt sich hier Herr Krause, die Rückseite der Rechnung ist unbedruckt, Geschäftsbedingungen wurden nicht ausgehändigt.

Am 15. April 2010 fand ein kontroverses Telefonat mit Herrn Krause statt. Es ging um die Rücknahme / Wandlung der fehlerhaften Komponenten und Kostenerstattung. Das gefiel Herrn Krause überhaupt nicht, er wollte sich mit seinem Partner darüber beraten. Die Zusage einer schriftlichen Stellungnahme innerhalb der vorgeschlagenen Frist wurde nicht eingehalten. In dem Gespräch habe ich auch auf eine mögliche (sachliche) Veröffentlichung im Internet und in den einschlägigen Foren hingewiesen. Darüber hat sich Herr Krause sehr aufgeregt, er sehe das als Erpressung *) an.

*) Erpressung? Das sind aus meiner Sicht Versuche rechtswidrige Dinge durchzusetzen. Ich möchte zunächst nur eine Reaktion einer Firma erreichen, die aus meiner Sicht fehlerhafte Produkte geliefert geliefert hat. Strafgesetzbuch: § 253 Erpressung

Es fragt sich in der Tat, warum Herr Krause nicht auf Briefe und Telefonate reagiert. Es sollte doch allein schon aus Höflichkeit und Respekt selbstverständlich sein, nach einem angemessen Zeitraum sich auch gegenüber einem unzufriedenen Kunden lösungsorientiert zu äußern.

Schade für KLS, denn wenn sich das rumspricht, könnte der wirtschaftliche Schaden weitaus größer sein, als eine schnelle und kulante Lösung. Dann wäre das Thema für mich erledigt gewesen. Ich kann damit umgehen, wenn Fehler passieren, ich kann aber nicht damit umgehen, wenn keinerlei Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Eine Nachfrist bis zum 5. Mai läuft.

Keine Anerkennung der Mängel von Herrn Krause

Am 3. Mai erreicht mich ein E-Mail von Herrn Krause, indem Sachverhalte beschrieben werden, die die Tatsachen verdrehen. Es wird nicht auf die Mängel, wie die rostenden Komponenten eingegangen. Die Nachbesserungen in der Vergangenheit werden als “Kulanz” ausgelegt, das ist schon eine merkwürdige Geschäftspolitik. Herr Krause sieht offensichtlich keine Veranlassung seiner Verantwortung als Lieferant nachzukommen. Ein Schreiben vom 24. März mit Angeboten von Alternativen habe ich nicht erhalten. Das E-Mail als PDF.

Herr Krause behauptet, ich würde versuchen zu meinen Gunsten eine Wandlung zu normalen Endverbraucherpreisen verlangen. Das ist erstaunlich. Ich habe um ein Angebot für eine Wandlung plus meine Fahrkosten gebeten und keine Antwort erhalten. In einem weiteren Schreiben habe ich pauschal 1.500 Euro (plus sehr kulant Fahrkosten und Reparaturaufwand 250 Euro, da alleine die Demontage mit 137,98 Euro anfiel) errechnet. Wie hoch die Beträge sein müssten, kann nur Herr Krause kalkulieren, denn die Rechnung über 2.500 Euro (einschl. Alufelgen und Reifen vorne) war nicht spezifiziert.

Der Sprinter 518 CDI hat von Mercedes eine offizielle Freigabe (ohne technische Änderung) auf ein zulässiges Gesamtgewicht von 5.300 kg erhalten. Das wurde vom TÜV am 2. Dezember 2009 positiv begutachtet, nachdem Herr Krause gegenüber dem TÜV-Ingenieur telefonisch bestätigt hatte, das die Xerromer-Federn für über 6.000 kg Last geeignet sind. Daher hat dieser Sachverhalt keinerlei Auswirkung auf die montierten Federn.

Ich habe mich bei meiner privaten Kaufanfrage Anfang 2008 erkundigt, ob Herr Krause damit einverstanden ist, wenn ich von der Montage Fotos mache und darüber auf meiner Homepage in Verbindung mit meinem Hobby berichte. Diese Art von “Werbung” hat Herrn Krause sehr gefallen. Das ich einen “Journalistenrabatt” erhalten habe, ist mir neu. Aber als Journalist bezeichnet zu werden, das ist schmeichelhaft. Auf die Idee ein “Redaktionsbüro” einzurichten, bin ich noch nicht gekommen. Korrekt ist, Herr Krause hat preislich ein günstiges Gesamtpaket angeboten.

Aber was soll man dazu noch weiter schreiben, ich denke das E-Mail von Herrn Dipl. Ing. Krause vom 3. Mai spricht für sich. Dieser Text ist übrigens auch als Brief eingetroffen, Datum 30. April, Poststempel 10. Mai.

Jetzt bleibt nur noch der Weg zum Rechtsanwalt. Das Schreiben an KLS wurde vom Rechtsanwalt am 21. Mai 2010 versandt. Wenn keine Reaktion erfolgt, dann wird ein Richter entscheiden müssen.

Zwischenzeitlich erreichten mich erste Reaktionen auf diesen Bericht, die sich wegen dieser Schilderung für ein anderes Unternehmen entschieden haben.

Am 1. Juni 2010 hat Herr Krause auf das Schreiben des RA geantwortet (PDF). Das Schrieben ist genau so unverständlich, wie der bisherige Schriftwechsel. Herr Krause hat Behauptungen aufgestellt, die nicht den Tatsachen entsprechen.

Am 23. Juni 2010 hat der Rechtsanwalt den Behauptungen widersprochen und gleichzeitig einen Vergleich abgeboten, um ein Gerichtsverfahren zu vermeiden.

August 2010: Wie eigentlich schon erwartet, erfolgte keine Reakation von Herrn Krause, der Rechtsanwalt bereitet die Klage vor.

Bernd Loewe

Stand: August 2010

Der Bericht wird regelmäßig ergänzt!

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