Kriege vergiften den Boden für ein friedliches Miteinander

2008: Sicherheit im Reisemobil, noch immer ein heikles Thema, insbesondere bei integrierten Mobilen

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2008: Beispielsweise die Hymer B-Klasse ist zwischenzeitlich mit Fahrer- und Beifahrerairbag lieferbar.

Die Hersteller beginnen umzudenken! Der Aufpreis beträgt 1.200 bzw. 1.400 Euro. Das ist sicherlich ein Fortschritt. Soll aber dem hören nach nur wenig geordert werden. Ist die Sicherheit zu teuer? Dann geht den meisten Kunden schöner Wohnen doch vor Sicherheit? Dann ist es ja nicht so gravierend, wenn der EXIS auf Ford dieses lebensrettende Detail noch nicht hat.


ADAC-Unfallforschung - Kleine Laster - große Wirkung - ADAC-Crashtest simuliert Unfälle mit Kleinlastern -

Pressemitteilung des ADAC vom 20.09.2007


Mercedes und Hymer haben getestet, so ein Bericht der promobil im Heft 7/2007

Getestet wurde ein Hymermobil B 700 SL auf Mercedes Sprinter 515 CDI. Auch hier ist die Aufprallgeschwindigkeit nur 32 km/h. Diesen Test hat das Hymermobil nach dem Bericht gut absolviert. Voraussetzung hierfür sind spezielle definierte Sitze. Demnächst soll es für Hymer und intrigierte Mobile anderer Marken, die Airbags nach dem Testmuster einbauen, eine Freigabe geben. 

Ein langer Weg - bald Airbags in integrierten Reisemobilen mit Stern

MobileTouren: Endlich ein Schritt in die richtige Richtung. Der Test überzeugt allerdings nur teilweise. Ein Test des neuen Sprinters mit Originalfahrerhaus und mit der Euronorm ECE-R 94 von der DEKRA mit 56,1 km/h an die Wand gefahren überzeugt nach wie vor mehr. Gegen Aufpreis sind hier bis zu 6 Airbags möglich. Weitere Informationen zum Crashtest mit dem neuen MB Sprinter siehe unten.

Siehe auch Forderung der Zeitschrift REISEMOBIL INTERNATIONAL

Bernd Loewe im September 2007


Im grünen Bereich ...

… unter dieser Überschrift wurde ein Crashtest eines integrierten Hymer Exis-i im Heft 3/2007 der Reisemobil International beschrieben.

Im grünen Bereich?

Es wurde der Hymer Exis-i auf der Basis eines Ford-Transit-Basis mit 32,7 km/h von der Bundesanstalt für Straßenwesen gegen den genormten Betonklotz gefahren. Mit 32,7 km/h! Damit ist der Chrashtest sicherlich kein sehr aussagekräftiger Test. Keine gängigen Normen von Crashtests sehen so geringe Geschwindigkeiten vor. Genormte Tests werden in der Regel mit deutlich höheren Geschwindigkeiten durchgeführt. Es stellt sich die Frage, ob Hymer “sicherheitshalber” eine geringere Geschwindigkeit gewählt hat?

Macht der Exis-i eine gute Figur?

Nein, die Frontpartie wurde erheblich deformiert, nur aufgrund der geringen Geschwindigkeit und der beiden ausgelösten Airbags haben die Dummys nur geringe Verletzungen aufgewiesen. Das Ergebnis “Im grünen Bereich” ist nur vordergründig positiv zu werten. Auf der hinteren Sitzbank mit Gurten waren keinen Dummys angebracht.

Da die meisten anderen Baureihen der integrierten Hymermobile keine Airbags aufweisen, mag man sich nicht das Szenario vorstellen wollen, wenn so ein Reisemobil ohne Airbags einen schwereren Frontunfall hat.

Gegenstände im Reisemobil

Eine wichtige Erkenntnis war, dass nicht gesicherte Gegenstände im Reisemobil beim Crash oder bei harten Bremsmanövern zu gefährlichen Geschossen werden! 


Pressemitteilung des DoldeMedien Verlag vom 26. Februar 2007:

Nach Frontalzusammenstoß nur leichte Verletzungen der Insassen. BASt testet Vollintegrierten.

Stuttgart. Reisemobile werden immer sicherer, das belegt ein neuer Crash-Test, den die Bundesanstalt für Straßenwesen jüngst mit einem vollintegrierten Wohnmobil im Auftrag des Reisemobilherstellers Hymer durchführte. Bei dem Frontalzusammenstoß, der im Labor simuliert wurde, erlitten Fahrer und Beifahrer nur leichte Verletzungen am Oberkörper aufgrund der Gurtkräfte. Das Bremspedal hingegen drang nur minimal in den Fußraum ein, auch am Lenkrad verzeichneten die Experten der BASt keine gravierenden Veränderungen. Keine Schäden gab es an der A-Säule. Der Überlebensraum für Fahrer und Beifahrer blieb also vollständig erhalten. Der vordere Überhang des Wohnmobils habe ebenfalls gute Deformationsarbeit geleistet und sei nach dem Aufprall 55 Zentimeter verkürzt gewesen. Positiv überrascht zeigten sich die Tester zudem von der geringen Gefahr, die durch Möbelteile des Mobils ausgegangen sei. „Da hatten wir bei früheren Tests ganz andere Ergebnisse“, konstatiert Eberhard Faerber von der BASt im Gespräch mit dem Fachmagazin Reisemobil International, das in seiner März-Ausgabe 2007 ausführlich und exklusiv über den Crash-Test berichtet.

DoldeMedien Verlag GmbH
Postwiesenstr. 5a, D-70327 Stuttgart


Aber sicher …

… unter dieser Überschrift wurde ein Crashtest des neuen MB Sprinter in der Reisemobil International Heft 1/2007 beschrieben.

Es wurde ein Kastenwagen des neuen Sprinters mit der Euronorm ECE-R 94 von der DEKRA mit 56,1 km/h gegen eine deformierte Barriere gefahren. Der Sprinter war zwar Totalschaden, aber die Insassen hätten den Unfall schlimmstenfalls mit einem Rippenbruch überstanden, so der Bericht. Auch hier haben die beiden Front-Airbags schlimmeres verhütet. Übrigens, dieser Test fand unter den Bedingungen eines schweren Unfalls statt. Ganz im Gegensatz zu dem Crashtest des Hymer-Exis-i.

Überzeugendes Ergebnis - sicher im Spinter

Auf der 200 Meter langen Bahn opferten die Dekra-Unfallforscher einen neuen Mercedes Sprinter für einen Offset-Crash. Bei Fronalunfällen treffen die beteiligten Fahrzeuge nur selten mit der gesamten Front aufeinander. Deswegen fuhr der mit 300 Kilo beladene Testwagen mit 40 Prozent der Schnauze gegen eine deformierte Barriere. Verblüffendes Fazit nach dem großen Knall: Die Sicherheitszelle blieb trotz der Aufprallgeschwindigkeit von 56 km/h und der Gesamtmasse des Sprinters von 2.500 Kilo vollständig erhalten. Fahrer- und Beifahrerdummy hatten keine ernsthaften Verletzungen. Selbst Knie und Beine, bei Transporterunfällen besonders gefährdet, blieben unversehrt.

"Die passive Sicherheit hast sich enorm verbessert", berichtet Holger Kaiser. "Die Ergebnisse sind sogar mit den hervorragenden Crash -Werten einer E-Klasse vergleichbar." Voraussetzung ist, dass alle Insassen angeschnallt sind und die Ladung richtig gesichert ist. Ansonsten helfen auch die besten Sicherheitseinrichtungen nicht. (Text aus 
www.verkehrsrundschau.de hier finden Sie auch eine beeindruckende Bildergalerie )

Wer Sicherheit für einen wesentlichen Kaufgrund hält, der ist grundsätzlich im Original-Fahrerhaus des Mercedes besser aufgehoben, allerdings nur in einem Alkovenmobil oder teilintegrierten Reisemobil. Der Mercedes Sprinter bietet ein “konstruktiv optimiertes Crashverhalten” des Vorbaus an. Da können die Gfk-Fronten von intrigierten Reisemobilen nicht mithalten. Mit Windowsbags (Schutz für den Kopfbereich) und Thoraxbags - sie sind in den Rückenlehnen untergebracht und erhöhen das Schutzpotential für den Brustkorb - lässt sich die Sicherheit im Sprinter für Fahrer und Beifahrer gegen Aufpreis noch weiter verbessern.

Damit ist der neue MB Sprinter mit dem Original Fahrerhaus derzeit die sicherste Möglichkeit Reisemobil zu fahren! Soviel Sicherheit bietet derzeit kein intregiertes Serienreisemobil.

Wie viel ist ihnen ihre Gesundheit oder gar ihr Leben wert? Geht “schöner Wohnen” vor Sicherheit?

Lesen Sie dazu die Berichte in den Heften der Reisemobil International. Im Heft 5/2007 bezieht Heiko Paul von der Redaktion Test und Service eindeutig Stellung: “Jedes Reisemobil muss Fahrer- und Beifahrerairbag haben.”

Bernd Loewe im Februar 2007, überarbeitet im Juni 2008


Januar 2007: ADAC Vergleichstest Wohnmobile: Fahr- und Bremsverhalten deutlich besser geworden
September 2005: ADAC kritisiert Fahrgestelle von Reisemobilen

Nach verschiedenen Pressemitteilungen erhielten die Fahrgestelle folgende Noten:

  • Renault Masters 2,6
  • Ford Transit 3,0
  • Fiat Ducato 3,2
  • MB Sprinter 4,6

Sprinter: Im Basismodell fehlt ESP, daher drohte der Testwagen umzufallen. Der Elch lässt grüßen! Bei den Bremsen war der Sprinter neben Ducato und Transit auffällig schlecht. Beste Bremsen: Renault Masters.


Dezember 2004: Sicherheit beim Crash mit dem Reisemobil gewährleistet?

Kaum ein Hersteller kann sich die aufwendigen und sehr teuren Crashtests leisten. Daher fehlt eine zuverlässige Auskunft über die Unfallsicherheit von Reisemobilen. Der ADAC hat 1993 und 2002 jeweils ein Alkoven (!) Reisemobil gecrasht. Siehe Bericht unten.

Insbesondere die integrierten Mobile mit den sehr unterschiedlichen Aufbaukonstruktionen befinden sich in einer Grauzone. Was hält eine GfK-Fahrerhauskabine im Ernstfall aus? Gibt es ausreichende Knautschzonen? Zwischenzeitlich werden zwar Airbags auch für diese Reisemobile angeboten, aber es fängt schon bei den geänderten Sitz- und Gurtanbringungen an. Sie müssen vorgeschriebenen Zugprüfungen standhalten. Klar, die Hersteller werden zumindest diese Vorschriften einhalten. Oder wie verhält es sich mit den Fluchtmöglichkeiten in einem integrierten Reisemobil ohne Fahrerhaustüren? Reicht im Ernstfall eine Fahrertür?

Wer Sicherheit für einen wesentlichen Kaufgrund hält, der ist grundsätzlich im Original-Fahrerhaus eines Alkovenmobils oder Teilintegrierten besser aufgehoben. Der Mercedes Sprinter bietet beispielsweise ein “konstruktiv optimiertes Crashverhalten” des Vorbaus an. Das mobile Paar fährt daher vorschriftsmäßig angeschnallt mit Gurten, die mit einem Gurtstraffer ausgerüstet sind und mit Doppelairbag, in einem Original-Fahrerhaus einigermaßen sicher. Es stehen immer zwei Türen als “Notausstieg” zur Verfügung.

Doch was ist mit Mitreisenden, die hinten im Aufbau sitzen? Die Aufbauten sind konstruktiv sehr unterschiedlich, die einfachen Reisemobile mit Holzaufbau sind gegenüber selbsttragenden Aufbauten sicherlich im Ernstfall sehr viel gefährdeter. Die in der Kabine mitreisenden Personen sollten mit Dreipunktgurten gesichert sein und nicht am Tisch sitzen, da die Gefahr eines Kopfaufpralls auf der Tischplatte besteht. Die Gurte sollten am Fahrzeugrahmen verankert oder an verstärkten Aufbauelementen befestigt sein.

Empfehlung: Vor dem Kauf entscheiden, welchen Stellenwert die Sicherheit einnimmt.

Bernd Loewe


Siehe auch “Schrotthaufen”: Reisemobil auf MB Sprinter wegen eines platzenden Reifens auf der Autobahn überschlagen.
2002: Wohnmobil im Crash-Test - mehr Sicherheit für Camper

München (ots) - Wohnmobile sind heute wesentlich sicherer als noch vor einigen Jahren. Zu diesem Ergebnis kam der ADAC, als er 2002 zum zweiten Mal nach 1993 ein Wohnmobil gecrasht hat. Diese positive Entwicklung zeigt, dass die Industrie auf das damalige Testergebnis reagiert und die wichtigsten Forderungen des Automobil-Clubs umgesetzt hat. Das Verletzungsrisiko der Insassen konnte auf allen Plätzen reduziert werden. Wenn bei den Testern dennoch keine Euphorie aufkam, dann deshalb, weil in einigen Punkten noch Handlungsbedarf besteht.

So halten zum Beispiel die Türen von Schränken und Nasszelle dem Crash immer noch nicht stand. Die im Kühlschrank und in den Schränken verstauten Gegenstände werden beim Unfall zu gefährlichen Geschossen. Hier muss dringend Abhilfe geschaffen werden. Türen und Scharniere müssen so dimensioniert werden, dass der Inhalt bleibt, wo er hin gehört.

Deutlich verbessert hat sich der Insassenschutz. Während die Passagiere im 93-er Test schwerste Verletzungen davon getragen hätten, wurden die Dummys jetzt durch Dreipunktgurte vor schlimmeren Blessuren bewahrt. Könnten die Test-Puppen gehen, hätten sie das Fahrzeug möglicherweise selbst verlassen können. Es gibt jedoch auch hier noch Schattenseiten: Im Fahrerhaus schlug der Fahrer immer noch mit dem Kopf auf dem Lenkrad auf. Im Wohnbereich rissen die Staukästen der Quer- und Längssitzbänke durch den Gepäckschub aus den Fugen und die Sitzflächen brachen zum Teil ein. Bei den Insassen im Wohnbereich hätte der Aufprall deshalb zu kritischen Verletzungen im Brust- und Bauchbereich führen können. Hier fordert der ADAC dringend eine Verstärkung der Sitzplätze im Wohnbereich, um zu verhindern, dass die Insassen unter dem Gurt hindurch rutschen (Submarining).

Besonders hervorzuheben ist auch das verbesserte Aufprallverhalten des Basisfahrzeugs. Abgesehen vom eingeknautschten Vorderwagen und der gesprungenen Windschutzscheibe, weist das Führerhaus geringe Deformationen der Sicherheitszelle auf. Zu beanstanden ist, dass sich das Fahrerhaus leicht in den Alkoven-Aufbau hinein drückt. Dies erschwert zum Teil das Öffnen der Türen. Im Vergleich zum 93-Test nimmt es den Stoß jedoch viel besser auf, sodass die Wohnzelle unbeschädigt blieb.

Die Wohnmobilhersteller können aber auch auf andere Weise für größtmögliche Sicherheit ihrer Kunden während der Fahrt sorgen. Dies könnte zum Beispiel durch übersichtlich angebrachte Warnhinweise erreicht werden."

Quelle: ADAC

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