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Funktionsbeschreibung des „Lutz - Airmix“
Beim Lutz - Airmix – Vakuumabsaugsystem handelt es sich um ein hoch innovatives Entlüftungssystem für Mobiltoiletten, insbesondere für
Wohnmobile, Wohnwagen und Boote.
Mit diesem System wird die 100% Geruchsfreiheit, in den Fahrzeugen, auch bei extremsten sommerlichen Temperaturen erreicht. Darüber hinaus wird die
Geruchsbelästigung außerhalb der Fahrzeuge erfolgreich unterbunden. Das Lutz Toiletten - Entlüftungskonzept ist bewusst unter Berücksichtigung des Naturgesetzes „Methanhaltige Gase legen sich am Boden ab“
aufgebaut“
1. Ein 15 bis 25 Watt Vakuumerzeuger mit variabler Drehzahl (Leistung) wird, Platz sparend, unter dem Fahrzeugboden montiert. Dieser Vakuumerzeuger befindet
sich in einem soliden wetterfesten Gehäuse und ist mit 2 Sauganschlüssen NW 40 sowie einer Airmix - Kammer am Gebläseeingang, ausgestattet.
2. Der Sauganschluss 1 = (50% der regelbaren Gesamtleistung des Vakuumerzeugers) wird über ein NW 40 Rohr oder Schlauch, durch den Fahrzeugboden, mit der
Adapterplatte der Basistoilette verknüpft. Das Schlauchende ist an der Adapterplatte unter dem Fäkalienbehälter (FB) aufgesteckt. In dieser Saugstrecke, zur Toilette, befindet sich noch eine einstellbare
Drosselklappe mit einer Zwangsöffnung. Direkt vor dem Vakuumerzeuger ist ein NW 40 - T- Anschlussstück, quasi als Frischluft – Bypass, installiert. Mit der genannten Drosselklappe wird erreicht, dass das
Luftvolumen, der angesaugten Toilettenraumluft, die über die Eintrittsöffnung des Fäkalienbehälter (FB) gezogen wird regelbar wird. Damit wird eine Feinregulierung des Zuges an der Fäkalieneintrittsöffnung
erzielt ohne zunächst die kollektive Frischluftzugabe, im Airmix, in Richtung + oder - zu verändern.
3. Der Sauganschluss 2 liefert addierend nochmals volle 50% Frischluftanteil der elektronisch gewählten Gesamtleistung in den Airmix - Raum des
Vakuumerzeugers. Der ganz bewusst überdimensionierte Vakuumerzeuger läuft deshalb im Versuchsfahrzeug, geräuscharm, ca. mit halber Leistung. (ca. 12 – 15 Watt.) Diese Leistung war z.B. im heißen Sommer 2003,
ausreichend um eine Geruchsbelästigung, auch neben dem Fahrzeug, zu verhindern. Durch diese konstruktive Gestaltung ergibt sich eine frei wählbare Parametereinstellung, in der Zusammensetzung zwischen Fäkalienluft
und Frischluft, im Airmix - Gehäuse. Bei einer erwünschten Leistungserhöhung des Vakuumerzeugers = mehr Frischluft) (z. B., möglicherweise erforderlich, in tropischen Ländern) empfiehlt sich eine
Strömungsreduzierung an der Drosselklappe vorzunehmen.
Anmerkung 1: Hier könnte man ein technisches Spiel, ohne Grenzen, beginnen, in dem man über einen Temperaturfühler die Leistung des Vakuumerzeugers automatisch anpasst. Dadurch wird in den kühleren Nachtstunden das Drehzahlband des Vakuumerzeugers so weit reduziert dass kein Geräusch neben dem Fahrzeug zu bemerken ist und trotzdem die Geruchsfreiheit „Innen und Außen“ bei Tag und Nacht gewährleistet bleibt.
Anmerkung 2: Die dosierte Luftmenge, die vom Toilettenraum über die Eintrittsöffnung des FB gezogen wird, hat nur die alleinige Aufgabe eine strömungstechnische Einbahnstrasse, zum Erreichen der 100% Geruchsfreiheit, im Fahrzeug, auch bei größter sommerlicher Hitze und im Benutzungsmoment, abrissfrei zu gewährleisten. Eine intensivere Luftdurchströmung des FB ist weder erwünscht; noch erforderlich und würde sich, erfahrungsgemäß negativ auf das Abluftergebnis auswirken. So ist es technisch möglich mit den Luftpotentialen frei zu variieren so dass sich das Abluftergebnis, beispielsweise im Maximal machbaren Fall, aus 90 % Frischluft und 10% Fäkalienluft zusammensetzt. Diesem Luftgemisch kann, auf Wunsch, noch ein angenehmer Duftstoff, der extern vom Toilettenraum, auf die Filter - Duftstoffmatte, eingebracht wird aufmoduliert werden.
Anmerkung 3: Bei geöffnetem Toilettendeckel (= Anlage in Betrieb) und noch geschlossener Fäkalieneintrittsöffnung wird dann mit ca. 95% Frischluft die Duftstoffmatte durchströmt und dadurch regeneriert. Nach ca. 5 Minuten - Regenerationszeit kann dann, wenn erwünscht, der Duftstoff extern vom Toilettenraum aus tropfenweise, in den Airmix, eingebracht werden und die Filter – Duftstoffmatte ist wieder, für einige Wochen, neu aktiviert. Der Duftstoff für den Lutz Airmix kann extern, vom Toilettenraum aus, nur durch das normale Gefälle in das Airmix - Gehäuse eingebracht werden. Die Einlassdüse ist exakt über den Schaufeln vom Lüfterrad des Vakuumerzeugers positioniert und schleudert den Duftstoff an die Duftstoffmatte. Der nachströmende Luftstrom drückt den Duftstoff dann in das Gewebe der Matte. Das Resultat ist: Die Absauganlage, unter dem Fahrzeug, ist dadurch bedingt = „Wartungsfrei“.
Zur Beachtung: Die unter Anmerkung 3 beschriebene Möglichkeit der Duftstoffzugabe wird zum Erreichen der Geruchsfreiheit außerhalb der Fahrzeuge nicht benötigt. Dieser Luxus ist im Lutz Versuchsfahrzeug zwar eingebaut, wurde aber selbst von Lutz nicht mehr aktiviert, weil im Praxisbetrieb kein Bedarf bestand. (Als Duftstoff wurde, damals beim Versuch, Natur reines etherisches Öl mit der Duftnote „Rosengeranie“ verwendet.
4. Der Fäkalienbehälter (FB) der Thetford Toilettenanlage (C400 Serie) (= verwendetes Toiletten - Modell am Prototyp) ist mit einem Multifunktionsbauteil (MFB)
versehen. Mit diesem Bauteil wird es möglich die Faulgase, mittels Rohrstück, durch die Fäkalien hindurch, am Boden des FB, mit Hilfe der Adapteranschlussplatte, zu evakuieren. In diesem Saugrohr ist auch noch ein
Actuator untergebracht, der das Sicherheitsventil dann zum Schwimmerventil umfunktioniert, sobald der FB die Endposition der Basisanlage erreicht hat. In dieser Position wird der FB exakt unverrückbar positioniert
und zusätzlich auf den letzten Millimetern, vor der Endposition, die Dichtung zur Abluft weiterführenden Adapterplatte angepresst. Beim Entnehmen und Transport des FB wird das Schwimmerventil wieder zum
Sicherheitsventil. Diese Konstruktion hat den entscheidenden Vorteil, dass beim Abstellen des FB außerhalb der Basisanlage sofort wieder das Schwimmerventil in Funktion ist. Dadurch kann der FB gefahrlos in der
prallen Sonne abgestellt werden; (und auf dem Weg zur Entsorgung beim Campingfreund kurz ein kühles Pils eingenommen werden.)
5. Achtung: Es wäre eine bewusste Täuschung von mir, dem Lesers, dieser Lektüre, zu suggerieren, ein Aktivkohlefilter, am Abluftaustritt, könnte nur ein
einziges Gasmolekül eliminieren oder ausfiltern. Das Filter - Duftstoffmedium kann allerdings bei Luftdurchlass einen zuvor eingespritzten Duftstoff für eine geraume Zeit beherbergen und erfreulicherweise
dosiert abgeben. Darüber hinaus verhindert diese großflächige Matte, am Abluftaustritt, auch das Eindringen von Schmutz, von Außen, ins Airmix – Gehäuse. In diesem Zusammenhang muss grundsätzlich auch
noch erwähnt werden, dass mit der Lutz Anlage zwar die 100% Geruchsfreiheit bei jeder Außentemperatur, im Fahrzeug, garantiert auch ohne Chemiezusatz erreicht wird, allerdings möchte ich bei der Entleerung, des
FB, dann möglichst nicht dabei sein. Generell ohne einen PVC - pflegerischen Zusatz, im FB, zu fahren ist nicht ratsam weil das Materialgefüge des FB so stark mit Geruchspartikeln gesättigt wird, dass der Behälter,
selbst ohne Inhalt, in kürzester Zeit eine stinkende Kiste ist und deshalb unbrauchbar wird. Das Lutz Airmix System ermöglicht zukünftig den Chemikern ein biologisch abbaubares Produkt, rein zur Materialpflege und
FB Entsorgung, zu entwickeln. Letztendlich wird das Hygienelevel einer mobilen Toilettenanlage, trotz ausgefeilter Technik, einzig und allein, nur von der Reinlichkeit des Besitzers abhängen.
6. Um keine unnötige permanente Energie durch Stand - By Schaltungen zu verbrauchen wurde der kompletten Toilettenanlage, inklusive der Absauganlage, mit einem
mechanischen Schalter im Toilettendeckel ein Hauptschalter vorgeschaltet. Schon nach dem Verlassen der Grundstellung des geschlossenen Toilettendeckels geht die Anlage über diesen dann geschlossenen Schalter in
Betrieb. Erst dann kann auch die Füllstandsabfrage betätigt werden. Ist der Toilettendeckel geschlossen findet garantiert kein Stromentzug aus der Bordbatterie statt. (Alles andere ist bei einem begrenzten
Energiehaushalt in Fahrzeugen glatter Unsinn.)
7. Die Lutz Anlage ist frei von sichtbaren Kabeln und Schläuchen. Dadurch ist „Hygienisch“ die Voraussetzung geschaffen dass bei der Entnahme des
Fäkalienbehälters (FB) z.B. zur Entsorgung keinerlei zusätzliche Handgriffe erforderlich werden. Der FB wird nur der Basisanlage entnommen; entsorgt und wieder eingeschoben. Diese optimale Bedienung und
Servicefreundlichkeit kommt natürlich dem Vermietbetrieb „im Besonderen“ zu Gute.
8. Die Toilettenentlüftung wird, bei nicht benutzter Toilette, im Überdruckverfahren durch den biologischen Druckanstieg der Faulgase im FB über das
großvolumige NW40 Rohrsystem vollzogen. Bei beabsichtigter Toilettennutzung wird der FB innerhalb einer Sekunde nach dem Anheben und Verlassen des Toilettendeckels, aus der Grundstellung, evakuiert und die genannte
strömungstechnische Einbahnstrasse wird dann sofort hergestellt, sobald der Sperrschieber ein wenig bis voll geöffnet wird. Bis zu diesem Zeitpunkt lastet der erhöhte Erdatmosphärendruck solange oberhalb des
geschlossenen Sperrschiebers bis derselbe geöffnet wird und die strömungstechnische Einbahnstrasse beginnt. Die Lutz Airmix - Absauganlage arbeitet, im Testfahrzeug, mit 12 – 15 Watt Leistung bei 12 Volt =
Spannung. Der Strom ist in der Zeit der Toilettenbenutzung 1 - 1,5 Ampere. Dadurch kann das Thema Energie vollkommen vernachlässigt werden.
9. Die Parameter der Anlage sind so eingestellt, dass ich mich z. B. mit einem Beutel Sachets, von Thetford, im FB, bei extremsten Temperaturen im Sommer
locker 2 bis 3 Tage ohne jegliche Geruchsbelästigung neben dem Fahrzeug aufhalten kann. In diesem Zeitraum steht bei mir persönlich zumindest „Eine“ Dusche an. An diesem Ort kann ich dann auch
„Entsorgen“ um einen „möglicherweise“ langsam aufkommenden Geruch unter dem Fahrzeugboden zu verhindern. Dann bin ich durch meine Innovation, auch auf engen Stellplätzen, zumindest, in Bezug auf meine
Toilettenanlage, „Empfänger freundlicher Blicke“ meines Campingnachbarn.
Helmut Lutz
Kontakt: helmut-lutz(at)t-online.de
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